Unterricht

Mittelalterliche Stadtführung ...

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... durch Gudensberg

(Bericht von Emilia W. und Luca Z.)

Am 14.10.2019 sind die Klassen 7a und 7d auf eine mittelalterliche Reise durch die Stadt Gudensberg gegangen.

Wir starteten mit Herrn Häßel und Frau Fellmann an der Schule und gingen zunächst einmal zum Rathaus. Dort empfing uns Dr. Eberhardt Kettlitz und erzählte uns, dass im Mittelalter etwa 90% der Bevölkerung Bauern waren. Danach gingen wir zu einem alten Fachwerkhaus, welches unten aus Stein und oben aus Holz war. Wir erfuhren, dass Nachbarn damals miteinander in Wettstreit traten und Holz so schnitzten, als wären es Steine und damit ihre Häuser bauten. Sie taten das, weil Steine Reichtum bedeuteten. Dies kann man noch heute an einzelnen Häusern sehen. Wir erfuhren außerdem, dass Gudensberg 1587 und 1640 abbrannte.
Anschließend gingen wir zur Kirche. Unser Stadtführer sagte, dass das Rundfenster in der kleinen Kapelle nebenan sehr schwierig zu bauen war. Beim alten Friedhof sahen wir, dass dort noch Reste der Stadtmauer zu sehen sind. Diese wurde in den Jahren 1823/1824 zu großen Teilen abgebrochen. Nur Städte durften damals eine Stadtmauer bauen. Wir gingen zum Wachturm und Herr Dr. Kettlitz sagte, dass der Turm gebaut wurde, um weit in die Ferne sehen zu können und Gefangene einzusperren.

                      

                                                     

Zum Abschluss gingen wir zur Obernburg. Dort wurde uns viel über die Burg erzählt, z. B. dass Gudensberg früher zu Marburg gehörte und man sich, als alle Ludowinger, die über Marburg und Umgebung herrschten, starben, darum stritt, wem die Obernburg nun gehören sollte. Man kam damals zu dem Entschluss, dass das Erbe an Heinrich I. fallen sollte, der 1247 auf der Mader Heide zum ersten Landgraf von Hessen ausgerufen wurde. Dieser lebte dann auch, bevor er seinen Wohnsitz in Kassel bezog, auf der Obernburg.
1761 beschädigten die Engländer im Siebenjährigen Krieg die Burg schwer. Im Jahr 1806 plünderten französische Soldaten die Reste der Burg und zerstörten sie endgültig. Die Einwohner Gudensbergs verwendeten einen Großteil der Steine, um ihre Häuser damit zu errichten. Erst viel später wurde die Obernburg von engagierten Bürgern zu kleinen Teilen wiederhergestellt.

Der Rundgang im Rahmen des Geschichtsunterrichts hat uns allen gut gefallen und wir haben viel über unsere Stadt gelernt.

                   

   
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