Startschuss-Projekt im Jahrgang 7

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 „Das Pendel war eine Herausforderung“
(Bericht: Tom Werner, Photos: Eva Nolte)

Startschuss-Projekt der Jugendpflegen und der Schulsozialarbeit ... in diesem Jahr im F 26

Wer kennt ihn noch, den Domino-Day, bei dem Anfang des Jahrtausends versucht wurde, einen neuen Weltrekord der meist gefallenen Steine in einer Domino Kettenreaktion aufzustellen? Das Ganze wurde bei RTL als abendfüllende Show im Fernsehen übertragen. Auf dieser Idee aufbauend kann man sich die Startschuss-Projekttage der Jugendpflegen Edermünde, Niedenstein und Gudensberg und der Schulsozialarbeit der GAZ vorstellen.

An fünf aufeinander folgenden Tagen war jeweils eine Klasse 7 mit ihren Klassenlehrer/innen zu Gast im F 26 in Gudensberg. Nach einem lockeren Warming Up wurden ihnen ihre Aufgaben gestellt, die sie als Klasse gemeinsam bewältigen sollten. Ca. 4200 Steine konnten dabei verbaut, besondere Schwierigkeiten mussten bewältigt werden. Das Pendel war schon eine Herausforderung, noch schwieriger erschien das Drehkreuz – auf einer Seite angestoßen, sollte es in eine Drehbewegung versetzt werden, um dann auf der gegenüberliegenden Seite wiederum die Dominoreihe zum Einsturz zu bringen. Auch Kugeln, die Bahnen durchlaufen sollten,  mussten eingesetzt werden, vom sogenannten „Bock“ ganz zu schweigen.

Und nach Fertigstellung dieser komplizierten Bauteile stellten sich weitere Fragen: Wie alle Schwierigkeiten miteinander verbinden? Wo ist Anfang und Ende? In welche Richtung sollen die Steine fallen, damit auch alles funktioniert? Wer darf am Ende die Sicherungen entfernen?

An diesen Fragestellungen sieht man, dass hier anderes als Weltrekorde im Vordergrund stand. Es waren viele Kompetenzen gefragt: Miteinander sprechen und sich gegenseitig zuhören, sich einbringen, aber auch zurücknehmen können, sich auf eine Vorgehensweise einigen und alle miteinbeziehen und vieles mehr. Die Dominobahn als Übung, um Teamgeist und Klassengemeinschaft zu stärken. Dazu kam noch der Zeitdruck als Katalysator. Natürlich passierten am Schluss Fehler, die in der Kürze der Zeit nur von allen gemeinsam korrigiert werden konnten.

Nach dem Bau und der Vorführung wurde auch analysiert. Dazu waren zu Beginn zwei Beobachter eingeteilt worden, die die ganze Zeit ein Auge auf ihre Klasse warfen und auf einem Beobachtungsbogen ihre Wahrnehmung festhielten. Wie war das Arbeitsklima und wie die Motivation? Wer hat welche Rolle und wer hat Verantwortung übernommen?

Etwas entspannter ging es beim gemeinsamen Frühstück zu. Eine Spielerunde am Ende und die Abschlussreflexion rundeten den Tag ab. Von vielen Schüler/innen wurde ein positives Fazit gezogen.

Die Jugendpfleger/innen nutzen die Gelegenheit, um auf ihre Programme hinzuweisen – im Februar stehen noch ein Mädchenaktionstag und ein Haushaltsführerschein für Jungen an – und alle Schülerinnen und Schüler in ihre Jugendräume und Einrichtungen  einzuladen.

Die Räumlichkeiten des F 26waren bestens geeignet, um solche Projekttage mit Schulklassen durchzuführen.

Seit über 10 Jahren führen die Jugendpflegen der Chattengau-Gemeinden gemeinsam diesen Projekttag mit den Klassen im Jahrgang 7 durch. Seit 8 Jahren ist die Schulsozialarbeit der GAZ mit im Boot. So konnten fast 50 Schulklassen bisher das Programm durchlaufen. Nach anfänglicher Beschäftigung mit beruflichen Themen, stehen thematisch seit vielen Jahren die Klassengemeinschaft, Zusammenhalt und der Teamgeist im Vordergrund.

Auch die GAZ legt hier Schwerpunkte. Das Klassenprogramm der Jahrgänge 5 und 6 mit sieben Mediationstagen hat u. a. die Entwicklung und Stärkung der Klassengemeinschaft, den Umgang mit Konflikten und die Erstellung von gemeinsamen Regeln zum Inhalt. Das Startschuss-Projekt schließt dann im Jahrgang 7 daran an.

Smile   Die folgenden Bilder vom Projekttag der Klasse 7b (Klassenlehrerin Eva Nolte) geben einen guten Einblick in das Programm:

  

                  

                  

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