'Neues Miteinander' - Christoph Rickels zu Gast an der GAZ

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Geschrieben von Sabine Meyer
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Botschafter für ein „neues Miteinander“ an der GAZ – ein bewegender Vortrag von Christoph Rickels

(Bericht: M. Brunkow, Photo: K. Schulze)

Am 22. März  stand für den Jahrgang 7 ein besonderer Vortrag zum Thema Gewaltprävention an. Christoph Rickels, Initiator der Stiftung „First Togetherness“, war zu Gast an der GAZ.

Christoph Rickels bewegt und schockiert, wenn er aus seinem Leben erzählt. Er beschönigt nichts und zeigt sogar eine Aufnahme der Tat, die im Herbst 2007 sein Leben so dramatisch veränderte: Er wollte seinen Abschied feiern, am nächsten Tag zur Ausbildung bei den Feldjägern in Süddeutschland aufbrechen. Ein harmloses Gespräch mit einem Mädchen, ein spendiertes Getränk verärgern den Freund des Mädchens. Der Abend endet mit einem Schlag gegen den Kopf, der Christoph Rickels für vier Monate ins Koma bringt. Er kämpft sich wieder ins Leben, aber ist seitdem schwerbehindert.

              

Während er seine Geschichte erzählt, fließt so manche Träne und selbst die coolsten Jungs wirken betroffen. Doch Mitleid will Christoph Rickels nicht. Mit seinen Vorträgen will er aufrütteln, bewusst machen, dass eine Sekunde das Leben verändern kann. Er wirbt für ein neues Miteinander, bei dem es ein neues „Cool“ geben soll.

Dabei trifft er den Nerv der Schülerinnen und Schüler. Er führt ihnen ihre Rollenbilder vor Augen und hinterfragt den Gruppenzwang, der so manchen Teenager am selbstständigen Handeln hindert. Er fordert sie auf, Verantwortung für das eigene Handeln und für andere zu übernehmen, denn nur dann kann ein neues Miteinander entstehen.

Nach 90 Minuten Vortrag werden nur zaghaft Fragen gestellt, das Gehörte muss erstmal ankommen. Eine Schülerin sagt:“ Das war echt hart, aber das musste sein, damit man das mal versteht“.

Im Anschluss gibt es noch das ein oder andere persönliche Wort mit Christoph Rickels und auch ein paar Selfies werden gemacht.

Wir sagen herzlichen Dank an den Referenten für diesen mitreißenden und aufwühlenden Vortrag, der hoffentlich noch nachwirkt. Ein großer Dank geht auch an die Firma Rudolph Logistik, die diesen Tag durch eine Spende finanziert hat.